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Wolkenzone-Vegetation Kanaren

B. Vegetation: Zone in den Wolken - Waldzone der Kanaren

Die Zone in den Wolken auf den Kanaren ist sehr artenreich. Entsprechend den Wasserverhältnissen lassen sich zwei Ausprägungen unterscheiden, nämlich die humide- (B-2) mit Lorbeer- und Baumheide-Buschwald (Fayal-Brezal) und die trockene Waldzone (B-3) mit Kieferwald. Wälder bedeckten einst die grosse Flächen der Kanaren. Zur Zeit der Ureinwohner, der Guanchen (bzw. Bimbaches auf El Hierro), war der Archipel stark bewaldet. Die Oberflächengestalt hat sich seit der spanischen Eroberung deutlich verändert, als grosse Gebiete abgeholzt und für Agrarland nutzbar gemacht wurden. Dies betraf insbesondere die Lorbeerwaldzone, wo ausgesprochen gute Böden und klimatische Bedingungen zur intensiven Nutzung führten. Lediglich an Steillagen und in den Barrancos sind noch gut ausgeprägte Lorbeer-Wälder erhalten geblieben. Die Thermophilen Buschwälder (B-1) liegen streng genommen noch unterhalb der Wolkenzone (sie reicht hier gerade noch in den Wintermonaten hin), sie werden heute jedoch zur Waldzone zusammengefasst, denn sie leiten zur eigentlichen Wäldern über, die jedoch auf den östlichen Inseln Fuerteventura und Lanzarote gänzlich fehlen. Sie sind die Übergangsvegetation zwischen dem Sukkulentenbusch und dem Lorbeerwald bzw. dem Kanaren-Kiefernwald.

 

B-1 Thermophile Buschwälder (BOSQUE TERMÓFILO, Thermokanarische Höhenstufe) Lage: 200-600 m über dem Meer Klima: feuchter und kühler als im Sukkulentenbusch-Bereich Vegetation: Heute ist es nicht einfach klassische Standorte im natürlichen Zustand vorzufinden, da dieser Bereich bevorzugt als Siedlungs-, Nutzungs-, und Weidebereich genutzt wurde. Es gibt mehrere unterschiedliche Ausprägungen in denen einzelne Arten dominieren können. Auf El Hierro und Teneriffa z.B. befinden sich klassische Wacholder-Gesellschaften mit z.T. mehrere hundert Jahre alten Bäumen. Die auf der Karte eingetragenen Gebiete sind z.T. stark mit Sukkulentenbusch durchsetzt. Intensive Viehwirtschaft verhindert regional die Ausbreitung der Buschwälder.

Bäume: Kanarische Dattelpalme (Phoenix canariensis), Kanarischer Drachenbaum (Dracaena draco), z.B. im Barranco de Infierno, Barranco de Anaga, Barranco de Masca, Kanaren-Wacholder (Juniperus turbitana canariensis), Kanaren-Ölbaum (Olea europaea), Mocan (Visnea mocanera), Pistazie (Pistacia atlantica)

Sträucher: Hypericum canariense, Ephedra fragilis, Rhammus crenulata, Smilax aspera, Kanaren-Schlangenwurz (Dracunculus canariensis), Jasminum odoratissimum

Kräuter/Lianen: Adiantum capillus-veneris, Asplenium hemionitis, Woodwardia radicans, Vicia cirrhosa, Tamus edulis, Canarina canariensis, Rhammus crenulata

 

Wacholder-Gesellschaft KanarenWacholder-Gesellschaft (SABINAR): An einigen Stellen auf Teneriffa und El Hierro kommen grossflächig Wacholdergesellschaften im Übergang zur klassischen Waldzone vor. Insbesondere auf El Hierro sind einzigartige Bäume erhalten geblieben, die zwar den schwierigen Windverhältnissen trotzen konnten, nicht jedoch der menschlichen Nutzung.

Benannt ist die Zone nach Juniperus canariensis. Weitere Arten sind: Myrica faya, Erica arborea, Teline salsoloides, Limonium fructians, Olea europea, Rhammus spec, Ephedra fragilis, Rubia fructicosa, Euphorbia obtusifolia.

Kanar. Erdbeerbaum-Gebüsch VISNEO MOCANERAE-ARBUTEUM CANARIENSIS): Arbutus canariensis, Limonium fruticans, Teline salsolides

Degradationsstadien der thermophilen Wälder (MATORRAL): Hypericum canariense, Asphodelus aestivus, Cistus monspeliensis, Micromeria Hyssopifolia, Rubia fructosa, Euphorbia obtusifolia, Kleina neriifolia. An mehr feuchten Stellen: Rumex lunaria.

B-2. FEUCHTE (HUMIDE) WALDZONE (PISO MONTANO HUMENO) Thermokanarische Höhenstufe. Als „Monteverde“ (übersetzt: grüner Berg, denn die Bäume sind das ganze Jahr über grün, dir Blätter fallen im Winter nicht ab) bezeichnet man den klassischen Lorbeerwald (B-2.1) und den Baumheide-Buschwald (B-2.2) . Lorbeerwälder sind besonders gut in den Barrancos zu sehen, so auf Teneriffa und La Palma, während an den Bereichen ausserhalb der Schluchten eher der Baumheide-Buschwald vorkommt. Höhenstufe: 600-1.000 m (bei besonders guten Bedingungen reichte der Lorbeerwald einst bis nahe ans Meer in etwa 200 m Höhe. Klima: feucht und warm, geringe Verdunstung durch die Wolken, Jahresniederschlag ist hoch: 700-1.000 mm Jahrestemperatur: 16 C, Böden: tiefgründige, feuchte Böden: humusreiche Braunerden (Cambisole), erdiger Braunlehm. Vegetation: sehr artenreiche Wälder. Artenreich sind auch die Farn- und Pilzarten. Es werden 3 Ausprägungen unterschieden: zwischen den feuchten epiphytenreichen- (Anaga-Gebirge, Teneriffa) und epiphytenarmen Lorbeerwäldern (wo es trockener ist) und Felswäldern (mit Apollanias barbujana, Picconia excelsa, Visnea mocaena). Auf den Kanarischen Inseln befindet sich der einzige Lorbeerwald Europas. Entsprechend den klimatischen Verhältnissen und der Höhengliederung kommt der Lorbeerwald nur auf den westlichen Inseln (El Hierro, La Palma, La Gomera, Teneriffa) flächendeckend vor und hier ist er auf die meist steilen Nordhänge beschränkt, da flache Abschnitte landwirtschaftlich genutzt wurden. Auf Gran Canaria sind nur noch etwa 2% der einstigen klassischen Lorbeerwald-Fläche erhalten geblieben. Die Waldzone ist besonders gut im Radarbild zu sehen.

Lorbeerwald Kanaren VegetationLorbeerwald Kanaren-VegetationLorbeerwald Vegetation Kanaren

B-2.1 Lorbeerwald (LAURISILVA)
Bedingt durch die das ganze Jahr über milden und konstanten klimatischen Bedingungen haben die Bäume dieses subtropischen Waldyps kaum Jahresringe, eine dünne Borke und ungeschützte Vegetationspunkte. Die Blätter der immergrünen Hartlaubarten besitzen eine glatte Oberfläche, damit das aus Wolken kondensierte Wasser schnell zum Boden abtropfen kann. Ausserdem wird dadurch verhindert, dass sich auf ihnen Algen, Pilze, Flechten und Moose festsetzen können. Passatwolken durchdringen die Hangwälder das ganze Jahr über mit frischem Nass und durchfeuchten sie bis zum Gestein. Baumheiden, wie die Erica asorbea, sind in der Lage Wasser direLorbeerwald auf den Kanarenkt aus der Passatwolke zu entziehen. Im Lorbeerwald kommen 18 verschiedene Baumarten vor und zahlreiche Sträucher und Kräuter, die stark gemischt vorkommen. Daneben ist auch die Anzahl an Farnen und Moosen hoch.
Die vorhandenen Lorbeerwälder sind nur noch Relikte einer einst weit verbreiteten Gesellschaft. Im Tertiär haben sie weite Teile des Mittelmeer-Gebietes bedeckt, sind dort durch den Klimawechsel ausgestorben, konnten sich aber auf den Kanarischen Inseln erhalten und weiter entwickeln. Die hier vorkommenden Pflanzenarten wurden durch Wind und Vögel auf die Kanaren gebracht. Besonders gut erhaltene Wälder gibt es im Nationalpark Garajonay (La Gomera), ferner auf Teneriffa (Anaga- und Teno-Gebirge), im Norden von La Palma und auf El Hierro (Felsenmassiv oberhalb des El-Golfo-Tales).

Bäume: 20-30 m hohe Lorbeerbäume: spanisch Laurel: Laurus novocanariensis, Kanarischer Lorbeerbaum (Laurus azorica, häufig), Laurus nobilis. Weitere Baumarten sind: Stinklorbeer (Ocotea foetens), Picconie (Picconia excelsa, häufig), Kanarischer Mahagoni (Persea indica), Kanaren-Schneeball (Viburnum rigidum), Gagelbaum (Myrica faya, sehr häufig), Lorbeerkirsche (Prunus lusitanica), Mocanbaum (Visnea mocanera), Kreuzdorn (Rhammus glandulosa), Breitblättrige Stechpalme (Ilex platyphylla), Kanaren-Stechpalme (Ilex canariensis, häufig), Ilex perado, Pleiomeris canariensis, Besenheide (Erica scoparia), Baumheide (Erica arborea, die häufigste Baumart), Sambucus palmensis, Heberdenie (Heberdenia bahamensis), Kanarischer Erdbeerbaum (Arbutus canariensis), Salix canariensis (an besonders feuchten Stellen), Ardisa bahamensis, Sideroxylon marmulano, Kanarisches Ebenholz (Apollonias barbujana), Laurocerassus lusitanica, Zeder (Juniperus cedrus, selten)

Sträucher: Arbutus canariensis, Viburnum tinus, Sambucus palmensis, Euphorbia mellifera, Erica arborea, Erica scoparia (haeufig), Grossblättriges Johanniskraut (Hypericum grandifolium), Sideritis discolar, Isoplexis canariensis, Pleiomeris canariensis, Marcetella moquiana, Bencomia candata, Visnea mocanera,

Farne: Adianatum reniforme, Blechnum spicant, Kletterfarn (Woodwardia radicans), Wurmfarn (Dyopteris oligodonta), Strahlenfarn (Pteris arguta), Pteris incompleta, Culcita macrocarpa, Stinkfarn (Davilla canariensis), Tüpfelfarn (Polypodium macaronesicum), Asplenium onopteris, Polystrichum setiferum, Glasfarn (Vendenboschia speciosa), Hautfarn (Hymenophyllum sp.), Schatten-Frauenfarn (Diplazium caudatum)

Kräuter: Senecio appendiculatus, Ranunculus cortusifolius, Kanaren-Storchschnabel (Geranium canariense), Aichryson (Aechrysum laxum), Myosotis latifolia, Scrophularia smithii, Habenaria tridactylites, Cinerarie (Pericallis steezi), Pericallis cruneta, Pericallis tussilaginis, Kanaren-Johanniskraut (Hypericum canariensis), Pappelblättrige Cinerarie (Pericallis appendiculata), Ranunculus cortusifolius, Aeonium cuneatum, Ixanthus viscosus, Phyllis (Phyllis nobla), Maulblättrige Nessel (Urtica morifolia)

Lianen/Kletterpflanzen: Kanaren-Glockenblume (Canarina canariensis, sie gilt als Nationalblume der Kanaren), Semele (Semele androgyna), Kanarischer Efeu (Hedera helix canariensis), Rubus bollei, Kanarische Winde (Convolvulus canariensis), Rubia Peregina, Stechwinde (Smilax aspera), Krapp (Rubia agostinhoi), Greiskraut (Pericallis hansenii).

Felsvegetation: Stachelfrüchtige Natternkopf (Echium acanthocarpum), Hauswurz (Aeonium gomerensis; A. spp. Greenovia), Distel (Sonchus spp.).

B-2.2. Baumheide-Buschwald (FAYAL-BREZAL). Die Bezeichnung ist abgeleitet von den span. Namen Faya (Myrica faya, Makronesischer Gagelbaum) und Brezo (Erika arborea, Baum-Heide). Beide Arten erreichen eine Höhe von über 10 m, an besonders guten Standorten sogar bis 20 m. Baumheide-Buschwald kommt an den trockenen Bereichen der Lorbeerwälder vor und tritt als Degradations- bzw. Ersatzgesellschaft dort auf, wo der Lorbeerwald abgeholzt oder anderweitig zerstört wurde. Er steht im Übergang zum Sukkulentenbusch. Heute bedeckt dieser Typus weite Teile der Inseln, da Lorbeerwälder weiträumig abgeholzt wurden. Die Pflanzenzusammensetzung ist artenärmer. Am häufigsten sind Myrica faya und die Baumheiden (Erica arborea, Erica scoparia), die in der Lage sind Passatwolken auszukämmen. Ferner kommen vor: Ilex canariensis, Isoplexis canariensis, Rhammus glandulosa, Picconia excelsa, Gesononinia arborea, Viburnum tintus, Cedronella canariensis.

B-3 TROCKENE WALDZONE (PISO MONTANO SECO, Mesokanarische Höhenstufe) Kanarenkiefernwald (SIDERITIDO-PINETUM)

Kiefernwald KanarenHöhenstufe: ab 800 m (Südseite) bis 2.000 m Klima: trocken und warme Inversionszone, hohe Strahlungsintensität. Am Vormittag zieht die Paasatwolke mehrere Stunden durch den Pinar-Wald. Jahresniederschlag: 400-700 mm. Höhere Temperaturschwankung zwischen Tag und Nacht und zwischen den Jahreszeiten. Jahrestemperatur: <15 C, Im Winter herrschen Kälte, z.T. sogar Schnee. Böden: Ranker- und Braunerdeaehnliche Andosole. Vegetation: Der Übergang vom Lorbeerwald zum Kanaren-Kiefernwald ist nicht deutlich ausgeprägt, sondern geht allmählich in die nächste Formation über. Zunächst herrschen Mischwälder, insbesondere in der Nähe zu Barrancos vor. Im Unterwuchs kommen dann auch Erica und Myrika vor. An den feuchteren Nordseiten der Inseln ist der Kiefernwald noch dicht bewaldet. Auf den anderen, trockenen und wärmeren SüdseitKiefernwald auf der Kanareninsel Teneriffaen und mit zunehmender Höhenlage werden die Wälder licht und haben wenig Unterwuchs. Die Passatwolken stauen sich an den Nordhängen und führen zu Steigungsregen und Sommerniederschlag. So fehlt die Sommerdürre in den mittleren Hanglagen an den Nordseiten. Je weiter bergaufwärts, um so weniger Arten kommen vor und um so lichter sind die Wälder.
Die Kanaren-Kiefer ist ein robuster Baum, der selbst auf bodenarmen Felsschluchten Fuss fassen kann. Sie übersteht auch Sommerbrände gut und kann wieder aus dem Stamm austreiben. Mit ihren langen Nadeln kämmt aus den Wolken Wasser aus und und lässt es zu Boden fallen. Dabei gibt sie dem Boden mehr als sie selber verbraucht, was dem gesamten Ökosystem zugute kommt. Die nicht mit Bäumen bestückten Standorte bleiben dagegen trocken. Zudem verhindert ihr dichtes Wurzelwerk Bodenerosion. Daher ist der Schutz der Wälder von immenser Bedeutung.

Bäume: Pinus canariensis, Juniperus cedrus, Ilex canariensis, Chamaecytisus proliferus
Sträucher: Erica arborea, Erica scopaira, AdenocaKiefernwald auf Teneriffarpus foliolosus, Adenocarpus viscosus, Juniperus cedrus, Lotus berthelotii, Teline stenopetala, Rhammus integrifolia, Cistus symphytifolius
Kräuter: Descurainia millefolia, Festuca agustini, Kieferwald-Kanarenmargarite (Argyranthemum adaucatum), Bystropegon origanifolius, Chamaecytisus proliferus, Lotus hillebrandii, Adenocarpus viscosus, Echium virescens, Sideritis oroteneriffae, Pterocephalus lasiospermus
Felspflanzen: Aeonium spathulatum, Aichryson parlatorei, Polypodium macaronesicumAsplenium aureum, Teline stenopetala, Adiantum reniforme

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