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Blumen und Kanaren-Endemiten

Die Kanaren sind reich an endemischen Arten, d.h. an Pflanzen, die nur an einem bestimmten Ort auf der Welt existieren und ein enges Verbreitungsgebiet haben.

NatternkopfNatternkopf EndemitDrachenbaum in Icod de los Vinos

Natternkopf mit seinen tausenden Blüten

Drachenbaum u. Kanarenpalme

Von den 1.270 wildwachsenden Pflanzenarten sind 660 Kanaren-Endemiten. Das bedeutet, dass nahezu die Hälfte aller heimischen Gewächse nur auf den Kanaren vorkommt und sonst an keinem anderen Fleck der Erde. Manche Spezies leben sogar nur auf einer Insel. So gibt es allein auf der grössten und vielseitigsten Insel (Teneriffa) 120 Teneriffa-Endemiten. Bis zum heutigen Tag werden immer wieder neue Arten entdeckt, Pflanzen, die noch in keinem Buch bisher erwähnt wurden.

 

Alle 7 Inseln sind ein lebendiges Museum an seltenen Pflanzenarten. Der grosse Artenreichtum kann durch die lange Entwicklungszeit erklärt werden. Von den Eiszeiten wurden die Kanaren nur wenig beeinflusst. Die Vegetation wurde zwar gelegentlich durch Vulkanausbrüche zerstört, nie jedoch ganz, so dass aus den Randbereichen erneut Besiedlung erfolgen konnte. Alleine aus einer Art, die vor 2 Millionen Jahren auf dem Archipel gestrandet ist, konnten sich 67 Dickblattspezies, davon 32 Aeonien entwickeln (vgl. SCHWÄGERL 1998, S.80). Im Vergleich dazu gibt es in Grossbritannien mit mehr als der 30fachen Fläche nur 15 Endemiten und nur ca. 1.600 Pflanzenarten. 50% aller endemischen Arten Spaniens leben auf den Kanaren. Auf Grund der besonderen geographischen Vielfalt ist Teneriffa nicht nur die artenreichste Insel des Archipels, sondern auch ganz Makronesiens. Die grossen Unterschiede zwischen dem kühlen und feuchten Anaga-Gebirge im Norden der Insel und dem trocken heissen Küste im Süden und die gut ausgeprägte Höhenstufung bieten die unterschiedlichsten Lebensräume und Entwicklungsmöglichkeiten. Es kommen zahlreiche Wolfsmichgewächse (Euphorbia), Natternköpfe (Echium, 23 Endemiten), Cineranien (Senecio, 14 Endemiten), Margeriten (Argynatheum, 21 Endemiten) und Dickblattgewäche (Crassulaceae, 67 Endemiten) vor.

Die bekanntesten endemischen Arten sind Kanarischer Drachenbaum (Dracaena drago, Bild oben rechts), Kanarenkiefer (Pinus canariensis), Teideveilchen (Viola cheiranthifolia), Natternkopf (Echium wildpretii, E. simplex) und die Kanarenpalme (Phoenix canariensis). Drachenbäume haben keine Jahresringe, so ist die Altersbestimmung äusserst schwierig. Der Drachenbaum bei Icod de los Vinos (Teneriffa) soll laut Meinung der Einwohner gar 1.000 Jahre alt sein. Botaniker haben sein Alter anhand der Sprossen jedoch auf immerhin über 400 Jahre geschätzt, was diesen Baum zu einem der ältesten Lebewesen der Welt macht.

Die Konkurrenz durch eingeschleppte Arten, die Abholzung der Wälder und die menschliche Überformung der Landschaft haben dazu geführt, dass mehrere Endemiten ausgestorben sind und einige nur noch in Parks und Botanischen Gärten existieren. 380 Pflanzenarten stehen auf der Roten Liste der bedrohten Arten. Um die grosse Artenfülle so lange wie möglich zu erhalten, sind grosse Gebiete auf allen Inseln unter Naturschutz gestellt worden.

Eingeschleppte Arten

Manche Arten wurden bewusst oder unbewusst auf die Kanaren eingeschleppt Weitere bekannte eingeschleppte Arten sind die Kaktusfrüchte (Agave americana, Opuntia ficusindica), Eukalyptus (Eucalyptus globulus) und die Brombeere (Rubus ulmifolius).

Manche Pflanzengattungen wirken sich negativ auf das Insel-Ökosystem aus. Es sind Spezies, die sich stark vermehren und aggressiv anderen einheimischen Pflanzen den Lebensraum entziehen. So z.B. das Federborstengras (Pennisetum setaceum), welches sich derart rasch ausbreitet, dass es einigen endemischen kanarischen Pflanzen zur echten Bedrohung wird. Weitere problematische Arten sind Baumtabak (Nicotiana glauca), Gemeiner Stechginster (Ulmex europaeus), Ageratina spp., Tradescantia fluminensis, ferner die Acker-Unkräuter Afrikanischer Sauerklee (Oxalis pes-caprae) und Nussgrass (Cyperus rotundus).

BlumeStrelitzie ParadiesblumeHibiscus

Kulturpflanzen und Blumen

Was viele Touristen nicht wissen: Bei der Pflanzenpracht ihrer Hotelanlagen sind weniger die ursprünglichen Arten vorzufinden, als viel mehr jene, die von anderen Erdteilen eingeführt wurden, hier aber dennoch optimale Lebensbedingungen haben. Zu nennen sind die Paradiesglockenblume (Strelitzia reginae), Strahlenaralie (Brassaia actinophylla) und der Weihnachtsstern (Euphorbia pulcherrima) und viele andere Blütenpflanzen.

Kanarenflora El HierroBouganvilleTeneriffaBlütenpracht auf Teneriffa

Botanische Gärten

Die Artenfülle der Kanaren lässt sich hervorragend in den botanischen Parks der Inseln betrachten:
Auf Gran Canaria gibt es den Jardín Botánico Canario “Viera y Clavijo” in der Nähe von Las Palmas. Um sicher zu stellen, dass die auf dem Kanarischen Archipel bekannten Arten nicht austerben, hat der Leiter, David Bramwell, eine Samen-Datenbank aufgebaut. Neben einzelnen Arten werden auch typische Gesellschaften vorgestellt.
Im Norden von Teneriffa liegt der Jardín Botánico (Botanischer Garten) in Puerto de La Cruz. Leiter ist Arnoldo Santos. Genauere Informationen sind auf dieser Webseite unter der jeweiligen Insel zu finden.

Wie sehen die Pflanzen der Kanaren aus?

Universität RegensburgDie Universität Regensburg hat unter Anleitung von Prof. Peter Schönfelder zahlreiche Fotos veröffentlicht. Unter dem jeweiligen Anfangsbuchstaben des lateinischen Pflanzennamens sind die Abbildungen zu finden.

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