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Offener Brief aus dem Loro Parque an Naturschützer
Betreff: Orca (Schwertwal) Morgan

Brief von Wolfgang Kiessling, Präsident des Loro Parque Teneriffa: In den letzten Monaten ist das Unternehmen, das ich mit viel Herzblut und seit 41 Jahren mit tiefem Respekt für die Tiere betreibe, zum Angriffspunkt von einigen Minderheitsgruppen geworden. Diese Gruppen tun nichts für die Erhaltung und den Schutz von Tieren in der Natur, obwohl sie in den Medien mit dem Gegenteil prahlen. Diese langanhaltende Auseinandersetzung, die in den sozialen Netzwerken ihre Höhepunkte erreichte, hat als Protagonisten das junge Orcaweibchen Morgan, welches im Jahr 2010, stark ausgehungert und geschwächt, an der holländischen Küste aufgefunden und vom Dolfinarium Harderwijk gerettet wurde. Das Tier war dem Tod nahe und obwohl niemand damit rechnete, dass sie die erste Nacht überleben würde, gelang es sie zu füttern und aufzupäppeln. Ein Jahr später entschied das niederländische Gericht sie zum Loro Parque auf Teneriffa zu übersiedeln.

Orca MorganDer 23. April 2014 ist sowohl für Morgan als auch für den Loro Parque zu einem wichtigen Datum geworden. Es handelt sich um den Tag, an dem der holländische Staatsrat, die allerhöchste Instanz der niederländischen Justizverwaltung, in seinem Urteil die Rechtmäßigkeit der Übertragung des Tieres in die Einrichtungen des Loro Parque Teneriffa bestätigt hat. Dies ist das fünfte Mal, dass die holländische Verwaltung nach wiederholten Einsprüchen seitens einiger sogenannter Tierschützer die Gültigkeit der CITES-Genehmigung für diese Übertragung bestätigt hat. Tierschützer, die unsere zoologische Einrichtung systematisch mit Falschaussagen und irreführenden Informationen angreifen, ohne jedoch Interesse zu zeigen, ob Morgan in der Natur überleben würde oder nicht. Auch die Europäische Kommission in Brüssel bestätigte in diesem Fall bereits die strikte Einhaltung der Norm.

Was war denn unser schreckliches Verbrechen? Einem, in Not geratenen Tier geholfen zu haben, so wie wir es immer getan haben, wenn wir um Hilfe gebeten wurden? Ehrlich gesagt denke ich, dass diese Entscheidung als Morgans rettende Begnadigung angesehen werden darf, da ihre Wiedereinführung ins offene Meer Leid und Tod bedeutet hätten.

Bereits im August 2011 fertigte das niederländische Landwirtschaftsministerium einen offiziellen Bericht an, in dem die verschiedenen Gutachten mehrerer unabhängiger Experten im Detail überprüft wurden. Dieser Bericht belegte, dass die einzigen Alternativen für Morgan das Einschläfern oder die Haltung in geeigneten Anlagen in Menschenobhut waren. Nach Meinung der befragten Experten und des niederländischen Ministeriums waren die Überlebenschancen bei einer Freilassung ins Meer äußerst gering.

Der Loro Parque Teneriffa hatte nicht um die Aufnahme von Morgan in die bestehende Orca-Gruppe gebeten. Es war die niederländische Regierung, die unsere Hilfe und Zusammenarbeit beantragte. Ein Hilferuf, dem wir bereitwillig entgegenkamen, so wie wir es immer tun wenn eine Behörde uns um Beistand bittet, wenn es darum geht das Wohlergehen eines geretteten oder beschlagnahmten Tieres zu sichern.

Unabhängig davon scheinen einige Mitglieder besagter Tierschutz-Vereinigungen auf ihren Schuldzuweisung zu beharren und systematisch die zoologischen Einrichtungen für jegliche Probleme der Tiere verantwortlich zu machen. Es ist sonderbar, dass kein ähnlicher Aufwand oder die gleichen Bemühungen vorgenommen werden, wenn es darum geht, die Öffentlichkeit zu informieren, mit welchen echten Problemen manche in Not geratene Tierarten in der Natur zu kämpfen haben.

Loro Parque Orcas TeneriffaZu einem Zeitpunkt, zu dem unser Planet 7,2 Milliarden Menschen beherbergt, von denen 5 Milliarden (70 %) in den letzten 100 Jahren hinzugekommen sind und davon 1 Milliarde allein in den letzten 11 Jahren, darf man sich fragen: Was wird mit den Tieren geschehen, wenn ihre Botschaften, die Zoos, geschlossen werden? Wer wird sie verteidigen? Die Gruppierungen, die nicht dafür bekannt sind je den Status einer bedrohten Art in freier Natur verbessert zu haben? Die kleinen Organisationen, die ausschließlich für die 257 Delfine der europäischen Delfinarien kämpfen, aber noch nie etwas für die rund mehr als 300.000 Delfine getan haben, die jährlich in den Meeren sterben?

Der Loro Parque Teneriffa erfüllt die rechtskräftigen Vorschriften für Zoos über die Anforderungen hinaus und tat dies schon bevor in Spanien das betreffende Gesetz erlassen wurde (2003) und sogar vor Inkrafttreten der Europäischen Richtlinienfür Zoos im Jahr 1999. Aus diesem Grund und aufgrund der stetigen Bemühungen um die Verbesserung der Standards, ist der Loro Parque der erste Zoo der Welt, der die Biosphärenpark-Zertifizierung “Animal Embassy” von dem der UNESCO angeschlossenen “Instituto de Turismo Responsable” verliehen bekommen hat. Dazu kommen die Umwelt- und Qualitätszertifikate: EMAS, ISO 14001 und ISO 9000. Des weiteren werden über die Stiftung Loro Parque Fundación zahlreiche Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Schutz der Natur auf den fünf Kontinenten betrieben.

In den vergangenen 20 Jahren haben wir über U$ 15.000.000 in 96 Schutzprogramme zur Arterhaltung von Papageien und Meeressäuger in der freien Natur investiert. Mit diesem Leistungsaufwand ist unter anderem die Herabstufung von zwei Papageienarten auf der Bedrohungsliste der IUCN erreicht worden; eine Art in Kolumbien und eine zweite in Brasilien. Dies sind Erfolge, die für dasWohl der Tier- und Umwelt zu verzeichnen sind.

 

Der Loro Parque ist außerdem Mitglied aller relevanten zoologischen Berufsverbände: AIZA, EAZA, WAZA, EAAM, IUCN, VDZ und AMMPA und über die Loro Parque Fundación ebenfalls Mitglied der IUCN (International Union for Conservation of Nature). Als zeitgemäßer, verantwortungsvoller Zoo nehmen wir gerne die Verpflichtung an, allen Institutionen und Behörden zu Hilfe zu kommen, wenn diese benötigt wird. Viele beschlagnahmte Tiere haben so über die Jahre im Loro Parque ein neues Zuhause und die allerbeste Pflege gefunden, wie z. B.: Papageien, Raubkatzen, Schimpansen, Pinguine, Robben; um nur einige wenige zu nennen.

Jedes Jahr besuchen 700 Millionen Menschen die Zoos weltweit. Dies entspricht 10 % der gesamten Weltbevölkerung und bedeutet, dass die heutigen modernen Zoos tatsächlich als effiziente und kraftvolle Werkzeuge der Bewusstseinsbildung zu verstehen sind und damit zur Erhaltung der Tierwelt beitragen. Deshalb widmen wir uns tagtäglich mit erhöhtem Engagement dem Wohlbefinden unserer Tiere und dem Schutz besonders bedrohter Arten in freier Wildbahn und deren natürlichen Lebensräume.

Ich bin von der Bedeutung der Zoos für die Tiere und die Natur vollkommen überzeugt. Wir sind die allerersten, die jenen Zoos kritisch gegenüber stehen, die ihre Tiere nicht richtig behandeln, die sich nicht bemühen ihre Besucher im nachhaltigen Sinne zu erziehen oder nicht zur Arterhaltung beitragen. Wir werden immer mit jenen zusammenarbeiten, die aus den Zoos nützliche Werkzeuge zum Wohl der Tiere und der Natur machen und danach streben, es täglich besser zu machen.

Dieser offene Brief ist eine Antwort auf die zahlreichen öffentlichen Aussagen von Tierliebhabern, die der Fall Morgan mit sich gebracht hat und wir wünschen uns nichts sehnlicher und empfehlen all denen – die wie wir – die Tiere lieben, dass sie bitte ihre Anstrengungen auf die Arten konzentrieren, die wahrhaftig bedroht sind und all unserer Hilfe bedürfen. Wir sind davon überzeugt, dass die über 45 Millionen Menschen die den Loro Parque Teneriffa bereits besucht haben, sich zweifellos den Tieren verbunden fühlen.

Mit freundlichen Grüßen.

Wolfgang Kiessling

Präsident Loro Parque

 

“Offener Brief an Naturschützer” erschien am 30.04.2014

 

Weitere Links:

Wolfgang Kiessling im Interview   Loro Parque   Loro Parque 2014

 

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