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Walsterben auf den Kanaren

Warum sterben Wale und Delfine an den Küsten der Kanaren?

An den Küsten der Kanarischen Inseln Teneriffa, Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura sind immer wieder tote oder sterbende Wale und Delfine angespült worden. Über einen langen Zeitraum hindurch waren die Ursachen unklar. Heute ist jedoch erwiesen, dass das Sonar, welches bei militärischen Übungen zur Aufspürung von U-Booten genutzt wird, die Hauptschuld am Tod dieser Tiere trägt.

Vermehrte Todesraten gab es im zweiten Weltkrieg und dann wieder ab den 60er Jahren als ein neues Sonar entwickelt wurde, welches nicht nur oberflächennah, sondern selbst in die entferntesten Meerestiefen hinabreicht. Während im zweiten Weltkrieg das Sonar eine Reichweite von nur 2 km hatte, so sind es bei den neuen Geräten nun über 100 km! Das hat grössere Auswirkungen auf die Meeresfauna, als den meisten Menschen bewusst ist.

 

Um die gesamte Problematik voll erfassen zu können, ist es von Bedeutung, die Lebensweise der Wale und Delfine zu kennen. Im Gebiet der Kanaren konnten 27 Walarten nachgewiesen werden. Mehrere Arten davon sind in der Lage selbst in Wassertiefen von vielen hundert Metern hinabzutauchen, also in Regionen mit immensem Wasserdruck und absoluter ewiger Dunkelheit. Um dennoch Nahrung orten und aufnehmen zu können, bedienen sich Wale eines feinen biologischen Sonarsystems. Dieses ist so sensibel, dass es die von Menschen gebauten Anlagen an Empfindlichkeit um ein vielfaches übertrifft.

Auf der Suche nach Tiefseenahrung jagen Wale oft in Familienverbänden. Nach den Fressphasen in der Tiefe, tauchen sie auf um Luft zu schnappen und zu verdauen. Danach tauchen sie wieder ab um weitere Nahrung aufzunehmen. Von Bedeutung ist nun, dass sowohl das Ab- als auch die Auftauchphase nur langsam erfolgt. So kann sich der gesamte Körper den sich ändernden Wasserdruck anpassen. Wenn jedoch Wale von dem für sie extrem lauten Sonar der Militärschiffe getroffen werden, so werden ihre empfindlichen Sinnesorgane zerstört. Die Tiere bekommen große Schmerzen und geraten in Panik. Voller Qualen schwimmen sie so schnell wie möglich an die Wasseroberfläche. Dieser rasche Druckabfall ist der Grund für eine Blasenbildung im Blut und in den Organen. Luft schäumt regelrecht in ihrem Körper auf. Dadurch wird nicht nur die Sauerstoffversorgung der Zellen gestört, sondern die aus dem umliegenden Gewebe ins Blut gelangenden Fettteilchen verstopfen zusätzlich die Adern und führen zu einer Lungenembolie. So ist es nicht verwunderlich, dass bei Untersuchungen toter Tiere, eine Leber sichtbar wird, die voller Luftblasen ist.

Zusammenhang des Wal-Sterbens mit militärischen Übungen

Das Militär leugnet stets einen Zusammenhang und behauptet, dass an den britischen Küstenabschnitten nur sehr selten tote Wale angespült wurden, obwohl dort das Sonar oft in Gebrauch war. Aber auch dafür gibt es eine Erklärung, denn die Tiere werden dort vom Golfstrom fortgetragen und können folglich gar nicht in Strandnähe angespült werden. Auf den Kanaren ist es anders. Die Tiere kommen aus tiefem Wasser und werden an die Küsten getragen.

Die Argumentation, dass es sich bei den Tieren um kranke oder alte Tiere handelt ist völlig unsinnig. Das Alter spielt gar keine Rolle, es sind oft junge Tiere dabei. Die Meeressäugetiere leiden auch nicht an Krankheiten oder Nahrungsmangel, sie sind ausreichend ernährt. Auch die Argumentation, dass sich Wale verlaufen haben ist unsinnig. Die Tiere haben seit vielen Jahrtausenden derartige Probleme nicht, warum denn dann ausgerechnet zur Zeit der Militärübungen? Dies geschah z.B. in den Jahren 1985-89 und 2002, als über 60 Wale an den Küsten der Kanarischen Inseln strandeten.

Empfindliche Sinnesorgane

Vor Japan benutzen die Fischer eine einfache Jagdtaktik um Delfine zu fangen. Sie geben eine Eisenstange ins Wasser und schlagen dann mit einer anderen darauf. Dies erzeugt einen für Delfine ohrenbetäubenden Lärm so dass sie von den Fischerbooten fliehen in die Richtung, wo die Fischer sie hintreiben wollen. Wenn nun die Tiere bereits bei solchen Geräuschen so stark reagieren, wie viel mehr bei den stärkeren militärischen Sonargeräten!

Wie kann ich den Tieren helfen?

Wenn Wale aus grossen Tiefen rasch heraufkommen, so ist ihr Körper bereits so stark geschädigt, dass in den meisten Fällen keine Heilung mehr möglich ist; jede Hilfe kommt zu spät. Es bringt daher gar nichts sie wieder zurück ins freie Wasser zu treiben weil sie gar nicht mehr überlebensfähig sind und wieder zum Ufer schwimmen wollen. Sie haben sich in Strandnähe begeben, um hier zu sterben und sich instinktiv vor Haiangriffen zu schützen, ihr Lebenswille ist geschwunden. So hart es auch klingen mag, die einzige Hilfe, die man ihnen in solchen Fällen noch leisten kann, ist es sie zu töten, um ihnen lange Qualen zu ersparen.

 

Die Biologin Antonella Serbidio hat sich intensiv mit diesem Thema beschäftigt und in Zusammenarbeit mit Naturschutzorganisationen einige Informationen veröffentlicht. 

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